Bienenwachskerzen in der dunklen Jahreszeit

Ein Lichtlein brennt...

Die Tage werden nun in grossen Schritten wieder kürzer und grauer. Um sich ein bisschen mehr Gemütlichkeit in sein Zuhause zu holen, brennt bei uns jetzt abends wieder eine Kerze auf dem Tisch. Natürlich aus Bienenwachs. Bienenwachskerzen verströmen einen so angenehmen Geruch und bringen Wärme und eine stimmungsvolle Atmosphäre ins Wohnzimmer. So empfinden wir es zumindest, wenn wir es uns nach einem langen Tag draussen im Wald mit dem Nachwuchs auf dem Sofa gemütlich machen.

 

Doch wer hat sie eigentlich erfunden, die Bienenwachskerze? Wer es genau war, der die Kerze erfunden hat, lässt sich heute nicht mehr so genau nachvollziehen. Das erste Mal von Bienenwachskerzen liest man in Aufzeichnungen, welche aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammen. Wachs war zu der Zeit noch so teuer, dass sich dies lediglich Kirchen und sehr wohlhabende Menschen leisten konnten und wurden sogar als Zahlungsmittel akzeptiert.

 

Heutzutage gibt es allerlei industriell hergestellte Kerzen auf Paraffinbasis (gewonnen aus Mineralöl), welche nicht gerade gut für die Gesundheit sind. Zweitwichtigster Rohstoff für Kerzen ist Stearin, hergestellt aus pflanzlichen oder tierischen Fetten. Diese Kerzen werden meist aus Palmöl hergestellt. Leider führt auch Palmöl zu grossen ökologischen Problemen, da für dessen Anbau oft Regenwald abgeholzt wird und allerlei Pestizide eingesetzt werden. Am natürlichsten ist somit die gute alte Bienenwachskerze.

 

Für unsere Bienenwachskerzen nutzen wir das Wachs aus unserer Imkerei. Alte Waben werden hier regelmässig entfernt - dies natürlich ohne unsere Bienen zu sehr zu stören. Der Wabentausch ist wichtig für die Hygiene, denn alles was die Bienen eintragen sammelt sich in den Waben an. Im Brutraum sind dies zum Beispiel Reste der Puppenhaut. Mit der Zeit werden die Waben somit immer dunkler. Für gesunde Völker ist es wichtig, dass die Waben spätestens alle 2 Jahre ausgetauscht werden. Dies klappt bei unseren Magazinbeuten im Spätsommer sehr gut, da die Bienen Ihren Bienensitz nach oben verlegen. Die unteren leeren Waben können dann einfach entnommen werden.

 

Für unsere Bienenwachstücher nutzen wir jedoch anderes Wachs, welches zertifiziert und garantiert pestizidfrei ist. Dies ist wichtig, da Bienenwachstücher in Kontakt mit Lebensmitteln sind. Daher muss das Wachs natürlich absolut rein sein. Das gleiche Wachs wird auch für die Herstellung von Kosmetik benutzt.

 

Und dann? Das alte Wachs schmelzen wir ein und reinigen es mehrfach. Wenn am Ende nur noch das saubere Bienenwachs übrig bleibt, geht es ans Kerzengiessen. Das flüssige Bienenwachs wird in Silikonformen gefüllt und fertig sind die herrlich duftenden Bienenwachskerzen. Die dunkle Jahreszeit kann also kommen :)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0